
Formentera, 10. Januar 2026
Im vergangenen Sommer unterlagen die Strandkioske von Formentera einer intensiven behördlichen Überwachung, die in einer hohen Anzahl an Geldbußen resultierte. Die durchgeführten Inspektionen brachten zahlreiche Unregelmäßigkeiten bei verschiedenen Konzessionen entlang der Küste der Insel ans Licht.
Die Maßnahmen wurden vom Inselrat von Formentera über das Umweltressort eingeleitet, das mehrere Sanktionsverfahren eröffnete, nachdem wiederholte Verstöße gegen die geltenden Vorschriften festgestellt worden waren. Das Verfahren endete mit der Verhängung von Dutzenden Geldstrafen gegen die Konzessionsunternehmen.
Die Gesamtsumme der verhängten Sanktionen überstieg 55.000 Euro – ein Betrag, der den Schweregrad der während der Sommersaison festgestellten Mängel widerspiegelt. Die Unregelmäßigkeiten waren nicht vereinzelt, sondern traten in manchen Fällen wiederholt auf.
Zusätzlich zu den Geldstrafen erinnerte die Inselverwaltung die Konzessionsnehmer an ihre Pflicht, die Bedingungen der Ausschreibungen strikt einzuhalten. Besonders betont wurde, dass die Umwelt- und Serviceregeln ohne Ausnahmen einzuhalten seien.
72 Sanktionen
Die Inspektionsmaßnahmen führten zur Einleitung von 72 Sanktionsverfahren gegen verschiedene Strandkonzessionen. Von diesen wurden 30 Verstöße als geringfügig, 37 als schwerwiegend und fünf als sehr schwer eingestuft. Die Summe aller Bußgelder belief sich auf 55.041 Euro. Diese Zahl verdeutlicht laut der Verwaltung eine besorgniserregende Häufung von Verstößen, die den ordnungsgemäßen Betrieb der Stranddienste beeinträchtigten.
Die Auswertung der Verfahren zeigte ein wiederkehrendes Muster an Unregelmäßigkeiten. Zu den häufigsten Verstößen zählten das Fehlen der vorgeschriebenen Reinigungs- und Wartungsnachweise sowie die Nichteinhaltung des im Leistungsverzeichnis festgelegten Zusatzangebots.
Auch umweltbezogene Mängel wurden festgestellt, darunter eine fehlerhafte Mülltrennung, die Verwendung nicht zugelassener Materialien und das Fehlen geeigneter Schutzmaßnahmen für das Dünensystem.
Regulierte Preise und Sicherheitsmängel
Ein weiterer sanktionierter Punkt war die Missachtung der regulierten Preise – insbesondere beim Verkauf von Wasser, dessen Preis in den technischen Vorgaben der Konzessionen klar festgelegt ist.
Die Inspektionen deckten zudem Mängel in den Bereichen Sicherheit, Hygiene, Instandhaltung der Anlagen und Qualität der Nutzerinformationen auf – allesamt Schlüsselaspekte für einen angemessenen Service an so stark frequentierten öffentlichen Orten.
Zu den auffälligsten Fällen gehörte eine Konzession, die insgesamt 15 Verstöße aufwies und mit einer Geldstrafe von 11.305 Euro belegt wurde. Zwei weitere Betreiber verzeichneten jeweils 11 Unregelmäßigkeiten, mit Bußgeldern zwischen 11.200 und 6.800 Euro.
Auf der anderen Seite wies eine der sanktionierten Konzessionen lediglich drei Verstöße auf, wofür eine Geldbuße in Höhe von 2.300 Euro verhängt wurde – was auf eine geringere Schwere im Vergleich zu den übrigen Fällen hinweist.
Pflicht zum Abbau
Unabhängig von den verhängten Bußgeldern teilte der Inselrat den Konzessionsunternehmen offiziell mit, dass sie ihre Anlagen ab dem 15. Januar abbauen müssen – wie es die Verträge vorsehen. Diese Maßnahme, die bereits in der vorherigen Saison zur Anwendung kam, stand in keinem Zusammenhang mit den Sanktionsverfahren.
Die erste Vizepräsidentin und Umweltbeauftragte Verónica Castelló betonte, dass die Einhaltung der Ausschreibungsbedingungen nicht optional sei und wiederholte Verstöße Konsequenzen hätten. Gleichzeitig äußerte sie ihre Zuversicht, dass die Konzessionäre der Abbauanordnung innerhalb des festgelegten Zeitraums nachkommen würden.
Ich bin Ramón Tur, derjenige, der hinter allem steht, was auf dieser Website über Formentera geschrieben und fotografiert wird.
Ich entdeckte die Insel im Jahr 1972, als meine Eltern mich zum ersten Mal auf den Ferienort von Ibiza aus mit dem legendären Joven Dolores brachten, und das war Liebe auf den ersten Blick. Im Laufe der Zeit hat sich diese Liebe verstärkt und Formentera seit vielen Jahren zu meinem Wohnort gemacht.
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