
Formentera, 18. Januar 2026
Mehr als zwei Monate nach dem heftigen Sturm, der Formentera heimsuchte, sind die Auswirkungen auf das Segelboot Helisara noch immer deutlich sichtbar an einem der empfindlichsten Küstenabschnitte der Insel. Das Boot wurde durch den starken Wellengang am 6. November 2025 vollständig zerstört, und ein Teil der Überreste liegt bis heute auf den Felsen und im Sand der betroffenen Zone.
Das Unglück ereignete sich mitten in einem geschützten Naturraum, was die öffentliche und ökologische Empörung über die verursachten Schäden zusätzlich verstärkte. Trotz erster Reinigungsmaßnahmen zeigt der Lauf der Zeit deutlich, dass die Beseitigung der Überreste noch nicht abgeschlossen ist.
In den Tagen nach dem Sturm handelte der Inselrat von Formentera zügig und ordnete die Entfernung der sichtbarsten und gefährlichsten Wrackteile an. Doch die komplexen Gegebenheiten des Geländes sowie die Meeresbedingungen verzögerten die geplanten Arbeiten.
Zum Zeitpunkt dieses Blogeintrags ist die Präsenz großer Teile auf dem Sand, den Felsen und unter Wasser sowie unzähliger kleinerer Fragmente am Ufer ein klares Zeichen dafür, dass die vollständige Wiederherstellung des Gebiets noch nicht erreicht wurde.
Die ersten Maßnahmen nach dem Sturm
Das Segelboot Helisara lag seit August 2024 vor dem Restaurant Es Molí de Sal auf Grund, bis am 6. November 2025 ein heftiger Weststurm es vollständig zerlegte. Der Sturm hinterließ unzählige Wrackteile entlang der Küstenlinie, die sowohl den Strand als auch die Felsbereiche und den flachen Meeresboden beeinträchtigten.
Der Consell von Formentera reagierte schnell und entsandte bereits am Tag nach dem Sturm Arbeiter der Konzessionsfirma PreZero, um mit der Bergung der sichtbaren Überreste an der Küste zu beginnen.
Allerdings erforderten die größeren Teile und solche, die unter Wasser lagen, eine spezialisierte Bergung, die erst Ende November begann, als ein Unternehmen für Unterwasserarbeiten hinzugezogen wurde.
Größere Überreste
Am 3. Dezember 2025 teilte das Umweltamt mit, dass die Firma Eivisub zwei der größten Wrackteile des Segelboots geborgen habe. Diese wurden in den Hafen von La Savina transportiert, wo ein Kranwagen ihre Heraushebung aus dem Wasser ermöglichte.
Anschließend sollten die Materialien von einem spezialisierten Entsorgungsunternehmen klassifiziert, behandelt und dekontaminiert werden, um eine ordnungsgemäße umweltgerechte Entsorgung zu gewährleisten.
Noch vorhandene Überreste
Trotz dieser Maßnahmen zwangen die Wetterbedingungen zur Unterbrechung der Arbeiten, obwohl noch bedeutende Überreste entfernt werden mussten. Einen Monat nach Beginn dieser Maßnahmen, und nach einem persönlichen Besuch der Zone, kann ich sagen, dass sich dort weiterhin große Wrackteile befinden, etwa Abschnitte des Aluminium- und Faserdecks, die auf den Felsen liegen.
Ein Teil des Mastes ist noch teilweise untergetaucht, und große Rumpfteile liegen sowohl im seichten Wasser als auch auf dem Sand. Darüber hinaus ist der kleine Sandstrand weiterhin übersät mit Holzstücken, Nägeln und Schrauben – eine besonders gefährliche Situation für barfuß laufende Personen.
Insgesamt bleibt noch viel Arbeit zu tun, um diesen sensiblen Küstenstreifen in seinen natürlichen Zustand zurückzuversetzen und den Schutz dieses symbolträchtigen Gebiets von Formentera zu gewährleisten.
Hoffen wir, dass der Consell Insular die nötigen Anweisungen gibt, um die endgültigen Reinigungs- und Räumarbeiten nicht weiter zu verzögern.
Ich bin Ramón Tur, derjenige, der hinter allem steht, was auf dieser Website über Formentera geschrieben und fotografiert wird.
Ich entdeckte die Insel im Jahr 1972, als meine Eltern mich zum ersten Mal auf den Ferienort von Ibiza aus mit dem legendären Joven Dolores brachten, und das war Liebe auf den ersten Blick. Im Laufe der Zeit hat sich diese Liebe verstärkt und Formentera seit vielen Jahren zu meinem Wohnort gemacht.
Wenn Sie möchten, können Sie mir auf dem Instagram-Profil @4mentera.com_ folgen.