Formentera News

Großes Rohr aus dem Meer entfernt

Folgen der Unwetter

Formentera, 15. Mai 2026

Die Küste von Formentera hat gestern einen Teil ihrer Normalität zurückgewonnen, nachdem ein riesiges Rohr entfernt wurde, das seit Monaten im Bereich Cala en Baster festsaß. Die Struktur tauchte nach den schweren Seestürmen im vergangenen Februar auf und blieb seitdem zwischen den Felsen dieses bekannten Küstenabschnitts der Insel eingeklemmt.

Der Einsatz begann am frühen Morgen des Donnerstags, dem 14. Mai, als ein Boot des Unternehmens Formentera Divers die Leitung von Cala en Baster bis zum kleinen Hafen von Es Caló schleppte. Dort wartete bereits ein umfangreiches Einsatzteam, das von den Umwelttechnikern des Consell Insular de Formentera koordiniert wurde, um den gesamten Bergungs- und Entfernungsprozess zu überwachen.

Das etwa 12 Meter lange und äußerst schwere Rohr hatte sowohl wegen der Umweltbelastung als auch wegen der Gefahr für die Schifffahrt Besorgnis ausgelöst. Aufgrund seiner enormen Größe und seines Gewichts hätte es für jedes Boot, das auf offener See damit kollidiert wäre, zu einer ernsthaften Gefahr werden können.

Die komplizierte Bergungsaktion dauerte mehrere Stunden, da die Struktur aufgrund ihrer Ausmaße nahezu die gesamte Breite des Hafens von Es Caló einnahm. Während des gesamten Einsatzes arbeiteten die Mitarbeiter mit äußerster Vorsicht, um zu verhindern, dass die Bergung und das anschließende Zerschneiden des Rohres weitere Schäden an der Meeresumwelt verursachen.

Cala en Baster – Es Caló

Der Einsatz begann gegen neun Uhr morgens. Das Boot von Formentera Divers schaffte es, die große Leitung langsam von den Felsen von Cala en Baster bis zum Hafen von Es Caló zu transportieren, wo bereits die gesamte notwendige Infrastruktur für die Bergung vorbereitet worden war.
Die Bilder des Einsatzes zeigten die Komplexität der Arbeiten. Das dunkelfarbige Rohr mit mehreren orangefarbenen Linien auf der Außenseite wurde mit hochbelastbaren Hebeschlingen gesichert, während ein Kranwagen die Hebe- und Platzierungsarbeiten auf dem Kai durchführte.
Die Techniker des Consell Insular überwachten jeden einzelnen Schritt des Einsatzes, um sicherzustellen, dass der Ablauf sowohl für die Arbeiter als auch für die natürliche Umgebung mit maximaler Sicherheit durchgeführt wurde.

Eigenschaften des Rohres

Obwohl bislang noch unbekannt ist, woher die in Es Caló geborgene Leitung genau stammt, deutet ihr Erscheinungsbild darauf hin, dass es sich um ein Rohr aus HDPE beziehungsweise hochdichtem Polyethylen handeln könnte – ein Material, das aufgrund seiner Widerstandsfähigkeit gegen Korrosion und die Bedingungen auf See häufig in maritimen Wasserinfrastrukturen verwendet wird.

Die sichtbaren orangefarbenen Linien auf der Außenseite des Rohres verstärken die Vermutung, dass es mit Abwassersystemen, Unterwasserleitungen, Entsalzungsanlagen oder industriellen Leitungen für Nichttrinkwasser in Verbindung steht. Außerdem weisen der große Durchmesser und die Dicke der Struktur darauf hin, dass sie für den Transport großer Wassermengen ausgelegt ist, was bei dieser Art von maritimen Anlagen üblich ist.


Umweltschutzmaßnahmen

Einer der wichtigsten Aspekte des Einsatzes war die besondere Sorgfalt, mit der zusätzliche Umweltschäden minimiert werden sollten. Bevor das Rohr zerschnitten wurde, brachten die Teams Schutzplanen und Auffangsysteme an, um zu verhindern, dass Fragmente oder Materialreste ins Meer gelangen.
Darüber hinaus war während des gesamten Einsatzes ein spezialisierter Mitarbeiter mit Reinigungs- und Kontrollaufgaben im Einsatz, um mögliche Rückstände sofort zu beseitigen.
Das Rohr wurde schließlich in drei jeweils etwa vier Meter lange Teile zerlegt, was sowohl die Handhabung als auch den späteren Transport erleichterte.

Transport zur Deponie

Nach Abschluss der Schneidearbeiten wurden die einzelnen Teile der Leitung verladen und zur Deponie im Gebiet Es Cap de Barbaria transportiert.
Dort werden sie entsprechend der Zusammensetzung ihrer Materialien behandelt und entsorgt, da die genaue Herkunft dieser großen Struktur, die nach den Winterstürmen in den Gewässern von Formentera auftauchte, weiterhin unbekannt ist.
Der Einsatz zeichnete sich außerdem durch die Professionalität aller beteiligten Teams aus. Sowohl die Arbeiter als auch die Umwelttechniker führten eine präzise und koordinierte Arbeit durch, um ein Element zu entfernen, das nicht nur monatelang das Küstenbild beeinträchtigte, sondern auch ein potenzielles Risiko für das marine Ökosystem und für die Sicherheit der Boote darstellte, die in diesem Gebiet unterwegs sind.

Ich bin Ramón Tur, derjenige, der hinter allem steht, was auf dieser Website über Formentera geschrieben und fotografiert wird.
Ich entdeckte die Insel im Jahr 1972, als meine Eltern mich zum ersten Mal auf den Ferienort von Ibiza aus mit dem legendären Joven Dolores brachten, und das war Liebe auf den ersten Blick. Im Laufe der Zeit hat sich diese Liebe verstärkt und Formentera seit vielen Jahren zu meinem Wohnort gemacht.
Wenn Sie möchten, können Sie mir auf dem Instagram-Profil @4mentera.com_ folgen.

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